Hilfe-Telefon berta  0800 30 50 750

Kostenlose Beratung bei organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt

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Informationen, Hilfe und Vernetzung

Für Menschen, die sich mit dem Thema organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt auseinandersetzen möchten oder davon betroffen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Informationen und Hilfe zu erhalten und sich zu vernetzen. Der folgende Text stellt eine Auswahl von Informations-, Hilfe- und Vernetzungsangeboten vor. Für die Korrektheit der Informationen sowie die Aktualität der Daten sind diejenigen Personen verantwortlich, die die Internetseiten betreiben.

Informations-, Hilfe- und Vernetzungsangebote

(Telefonische) Beratung, Informationen und Aufklärung

Hilfe-Telefon berta

Zielgruppe:

Betroffene, Fachkräfte, unterstützende Personen

Schwerpunkte:

telefonische Beratung, Information/Aufklärung

Telefon:

Telefonzeiten:

dienstags von 16 bis 19 Uhr, mittwochs 9 bis 12 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr

Das „Hilfe-Telefon berta“ ist eine bundesweite, kostenfreie und anonyme telefonische Beratungsmöglichkeit zum Thema organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt. Die Berater:innen unterstützen professionell, sind pädagogisch und psychologisch ausgebildet und verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt. Sie kennen die vielen Facetten des Themas und wissen, unter welchen schweren Folgen viele Betroffene leiden und wie wichtig es ist, begleitet zu werden, nicht allein zu sein und gleichzeitig den Weg selbst zu bestimmen. Auch unterstützende Personen und Fachkräfte können sich mit themenspezifischen Anliegen an das Hilfe-Telefon berta wenden.

VIELFALT e.V.

Zielgruppe:

Betroffene, Fachkräfte, unterstützende Personen, Interessierte

Schwerpunkte:

zielgruppenspezifisches Informationsmaterial, telefonische Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen

Internetseite:

Telefon:

Telefonzeiten:

mittwochs von 17 bis 18 Uhr und freitags von 9.30 bis 11 Uhr

Der Verein „VIELFALT e.V. – Information zu Trauma und Dissoziation“ informiert über das Thema organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt sowie über die Themen Trauma und Dissoziation. Der Verein setzt sich dafür ein, dass körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt gegen Menschen in unserer Gesellschaft stärker wahrgenommen wird und Betroffene besser unterstützt werden. Er verfolgt das Ziel, Lobbyarbeit für Menschen mit komplexen Traumatisierungen und dissoziativen Identitätsstrukturen sowie für unterstützende Personen zu leisten und will die Sicht der Betroffenen in die (Trauma-)Fachdiskussion, die Versorgungspraxis und die Forschung einbringen. Zudem werden Betroffenen konkrete Informationen und Unterstützungsangebote zur Verfügung gestellt. Dazu gehören Informationsbroschüren, eine begleitete Selbsthilfegruppe und ein telefonisches Beratungsangebot zu allen Fragen rund um die Themen organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt, Traumafolgen und „Viele-Sein“.

Selbsthilfe

Lichtstrahlen Oldenburg e.V.

Zielgruppe:

Betroffene, unterstützende Personen, Interessierte

Schwerpunkte:

Selbsthilfe, Information/Aufklärung, Vernetzung

„Lichtstrahlen Oldenburg e.V.“ bietet eine Selbsthilfeplattform für und von Menschen mit einer dissoziativen Identitätsstruktur aus dem Kontext organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt. Der Verein lebt von der aktiven Beteiligung betroffener und nicht betroffener Menschen und will die Vernetzung von Personen mit einer dissoziativen Identitätsstruktur und deren sozialem Umfeld fördern. Im Zentrum der Internetseite steht die Möglichkeit zum Austausch über ein Forum sowie Informationen zum Thema. Darüber hinaus bieten die Vereinsmitglieder:innen Vorträge an, stellen sich für Diskussionsrunden sowie Presseanfragen zur Verfügung und entwickeln Informationsmaterialien. Weiterhin werden auf der Website Filme zum Thema organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt empfohlen.

Informationsportale

Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

Zielgruppe:

Betroffene, unterstützende Personen, Fachkräfte, Interessierte

Schwerpunkte:

Information/Aufklärung, Hilfeangebote

Das „Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch“ der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs informiert ausführlich zu vielen verschiedenen Aspekten rund um das Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen, unter anderem auch zu organisierter sexualisierte und ritueller Gewalt. Es richtet sich sowohl an betroffene als auch an unterstützende Personen und Fachkräfte. Im Zentrum des Hilfe-Portals steht eine Adressdatenbank, über die neben Beratungsstellen auch therapeutische und juristische Fachkräfte recherchiert werden können, die Kenntnisse oder Erfahrungswissen im Themenbereich der organisierten sexualisierten und rituellen Gewalt haben. 

Infoportal Rituelle Gewalt

Zielgruppe:

Betroffene, Fachkräfte aus dem Sozialwesen, Gesundheitswesen, Justiz und Polizei, unterstützende Personen, Interessierte

Schwerpunkte:

Information/Aufklärung

Internetseite:

Das „Infoportal Rituelle Gewalt“ bietet Basisinformationen zum Thema Rituelle Gewalt und informiert über Gerichtsverfahren und -urteile, wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Meldungen. Die Verantwortlichen für diese Internetseite sind Fachpersonen, Institutionen und engagierte Betroffene, die organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt für einen „blinden Fleck“ in der Gesellschaft halten und zur sachlich fundierten und quellenbasierten Aufklärung beitragen wollen.

Initiative Phoenix

Zielgruppe:

Betroffene, unterstützende Personen, Fachkräfte

Schwerpunkte:

Information/Aufklärung, Hilfeangebote

Internetseite:

Die „Initiative Phoenix – Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, in dem Betroffene, Unterstützende und professionelle Helfer:innen Erfahrungswissen austauschen, sammeln, bündeln und aufbereiten. Viele Aspekte und Fragen rund um das Thema Psychotherapie bei komplexen Traumafolgen werden detailliert erläutert – unter anderem auch das Thema Finanzierung von Psychotherapie. Zudem bietet die Webseite eine Liste von Anlaufstellen, Fachverbänden und Trauminstituten, die Betroffene und ihre Netzwerke unterstützen. In einer großen Studie hat der Verein 2012 Daten erhoben zur psychotherapeutischen Versorgungsrealtiät komplex traumatisierter Personen in Deutschland, die 2016 in „Trauma und Gewalt“ veröffentlicht wurde. Aktuell wird an einer Follow Up Umfrage gearbeitet.

Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Zielgruppe:

betroffene Frauen, unterstützende Personen, Fachkräfte, Interessierte

Schwerpunkte:

Information/Aufklärung, Hilfeangebote

Die Webseite des „Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe“ (bff) bietet ausführliche, frauenspezifische Informationen zu verschiedenen Formen und Ausprägungen von Gewalt, sowie zu juristischen Themen und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Datenbank umfasst eine große Vielzahl von Unterstützungsangeboten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie die Möglichkeit, nach Themenschwerpunkten zu recherchieren. Viele der darin aufgeführten Fachberatungsstellen haben Angebote für Betroffene organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt.

Gesellschaftliche Aufarbeitung

Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

Zielgruppe:

Betroffene, Fachkräfte, Interessierte

Schwerpunkte:

gesellschaftliche Aufarbeitung, Informationen/Aufklärung

Telefon:

Telefonzeiten:

montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr, dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr

Auf ihrem Geschichtenportal hat die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs mehrere Berichte von Betroffenen sexualisierter Gewalt in organisierten Strukturen veröffentlicht.

Seit 2016 untersucht die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindsmissbrauchs Ausmaß, Art und Folgen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Die Grundlage für die Arbeit der Kommission sind vertrauliche Anhörungen und schriftliche Berichte von heute erwachsenen Betroffenen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in Institutionen, in der Familie und im sozialen Umfeld oder in organisierten sexualisierten und rituellen Gewaltstrukturen (mit-)erlebt haben, sowie Menschen aus deren sozialen Umfeld und Fachkräften. Die gewonnenen Erkenntnisse werden von der Kommission aufgearbeitet und veröffentlicht. Die Internetseite bietet zudem umfangreiche Informationen über die Arbeit der Kommission, die verschiedenen Schwerpunktthemen und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Beteiligung.

Stiftungen und Fonds

Fonds Sexueller Missbrauch

Zielgruppe:

Betroffene

Schwerpunkte:

Unterstützungsleistungen für Betroffene

Internetseite:

Telefon:

0800 400 1050 (für generelle Fragen)
030 18555 1988 (für konkrete Fragen zum Antrag)

Telefonzeiten:

montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr, dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr

Der „Fonds Sexueller Missbrauch“ unterstützt Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erlebt haben und noch heute unter den Folgen leiden. Betroffene, die sexualisierte Gewalt im familiären Kontext erfahren haben, können Sachleistungen, wie zum Beispiel Therapien bis zu einer Höhe von 10.000 Euro beantragen. Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Strukturen wird hier in der Regel dem familiären Bereich zugeordnet, da betroffene Kinder und Jugendliche meist über die Eltern oder andere nahstehende Personen in die entsprechenden Kreise gelangen. Voraussetzung für die Bewilligung von Hilfemaßnahmen ist, dass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen der sexualisierten Gewalt und den psychischen Folgen zu erkennen ist. Die beantragten Hilfen müssen dazu geeignet sein, die noch andauernden Folgen der sexualisierten Gewalt zu lindern. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite oder können über die kostenlose und anonyme Infonummer 0800 400 10 50 erfragt werden.

Emanuelstiftung

Zielgruppe:

Betroffene, Interessierte

Schwerpunkte:

Beratung, Vergabe von Stiftungsgeldern, Information/Aufklärung

Internetseite:

Die Emanuelstiftung vermittelt Personen, die organisierte und rituelle Gewalt erlebt haben, zwischenmenschliche, juristische und therapeutische Unterstützung für einen Neuanfang in Sicherheit.  Darüber hinaus fördert die Emanuelstiftung Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Arbeit, fachbezogene Vernetzung und gesellschaftspolitische Vorhaben zum Thema organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt. Die Internetseite bietet vielfältige Informationen und Hintergründe zum Thema, lässt Betroffene zu Wort kommen, gibt Auskünfte zu juristischen Fragen, nennt Unterstützungsangebote und stellt eine Reihe an weiterführenden Links zur Verfügung.

Fachverbände und -gesellschaften, Institute

Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie

Zielgruppe:

Fachkräfte, Betroffene

Schwerpunkte:

Aus-/Fortbildungen, Information/Aufklärung, Hilfeangebote

Internetseite:

Die Website der „Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie“ (DeGPT) bietet neben zahlreichen Informationen zum Thema Trauma und Traumafolgestörungen die Möglichkeit einer Therapeut:innensuche. Alle in dieser Datenbank gelisteten Therapeut:innen haben die DeGPT-Zertifikate Spezielle Psychotraumatherapie oder Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen erworben.

Deutsches Institut für Psychotraumatologie

Zielgruppe:

Betroffene, Fachkräfte

Schwerpunkte:

Information, Aus-/Fortbildungen, Hilfeangebote

Internetseite:

Das „Deutsche Institut für Psychotraumatologie“ (DIPT) stellt auf seiner Webseite eine Liste von Psychologischen Psychotherapeut:innen und/oder Ärzt:innen zur Verfügung, die eine Zusatzqualifikation im Bereich Psychotraumatologie erworben haben. Darüber hinaus weist das Institut auf Beratungs- und Selbsthilfeangebote hin und informiert zu vielen Fragen rund um die Themen sexualisierte Gewalt und Trauma.

Emdria Deutschland e.V.

Zielgruppe:

Fachkräfte, Betroffene

Schwerpunkte:

Fortbildungen, Informationen/Aufklärung; Hilfeangebote

Internetseite:

http://www.emdria.de

„Emdria Deutschland e.V.“ ist ein wissenschaftlicher Fachverband für Anwender:innen der psychotherapeutischen Methode „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ (EMDR). EMDR ist eine anerkannte Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung und kann auch bei weiteren Krankheitsbildern hilfreich sein. Die Website gibt einen umfangreichen Einblick in die Hintergründe und die Anwendung von EMDR und bietet zusätzlich die Möglichkeit, nach zertifizierten Therapeut:innen zu suchen, die diese Methode anbieten.

Englischsprachige Seiten

RA Info

Zielgruppe:

Betroffene, Fachkräfte, Interessierte

Schwerpunkte:

Information/Aufklärung

Internetseite:

http://www.ra-info.org

„RA Info“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema ritueller Missbrauch und „Mind Control“ für Betroffene, Fachleute und Personen, die Betroffene unterstützen. Es enthält über dreißig kommentierte Bibliographien zu verschiedenen Aspekten des Missbrauchs und der Heilung sowie einen internationalen Abschnitt mit grundlegenden Informationen in Dänisch, Deutsch, Französisch, Finnisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch.

Endritualabuse

Zielgruppe:

Fachkräfte, Betroffene

Schwerpunkte:

Information/Aufklärung

Internetseite:

Die amerikanische Psychologin und Therapeutin Ellen P. Lacter betreibt eine psychotherapeutische Praxis in San Diego/Kalifornien. Ihre englischsprachige Website stellt neben Informationen zum Thema organisierte sexualisierte und rituelle Gewalt ressourcenstärkende Methoden und weiterführende Links zur Verfügung.

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